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LED Nautilus MKII — Technologie
Der neue Lampenkopf ist kein Facelift des Vorgängers. Wir haben die Lichtquelle, die Optik, die thermische Konstruktion, die Strahlverstellung und die Steuerelektronik geändert.
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Das LED Nautilus MK1 war über Jahre die Hauptlampe vieler Tech- und Höhlentaucher. Als wir mit dem Nachfolger begonnen haben, wollten wir nicht einfach Lumen hinzufügen. Die Frage lautete anders: was an dieser Lampe schränkt den Taucher unter Wasser am meisten ein? Es gab vier Antworten — die Breite des engsten Spots, der Energieverbrauch, die Temperatur des Kopfes und die Bedienung der Drehknöpfe in dicken Handschuhen. Jede davon verlangte eine andere konstruktive Lösung, und ihre Summe ist das LED Nautilus MKII.
1. Neue Lichtquelle: vom COB-Chip zu einer einzelnen Luminus SFT-70.2 LED
Das MK1 leuchtete mit einem Cree CXB COB-Chip. Das ist eine Lösung mit großer Abstrahlfläche: sie gibt viel Licht ab, aber aus einer breiten Fläche, und solches Licht lässt sich optisch nicht zu einem engen Kegel bündeln. Das MKII nutzt eine einzelne hocheffiziente Luminus SFT-70.2 LED mit deutlich kleinerer Leuchtfläche.
Die Folge ist wichtiger, als sie in der Tabelle aussieht. Der nominale Lichtstrom ist gesunken — von 4.000 lm beim MK1 auf bis zu 3.200 lm beim MKII. Gleichzeitig ist die Lichtstärke in der Strahlmitte gestiegen, von rund 65.000 auf 92.000 Lux auf einem Meter. Unter Wasser zählt der zweite Wert: Lumen beschreiben die gesamte Lichtmenge, die die Lampe verlässt, Lux beschreiben, wie viel davon auf den Punkt trifft, den man ansieht. In Schwebstoffen und bei schlechter Sicht hilft Licht außerhalb des Kegels nicht — es kommt als milchiger Schleier zurück ins Auge.
Eine kleinere Leuchtfläche ist kein Katalogdetail. Sie ist die Bedingung, ohne die keine Optik den Strahl auf 4,7° bündelt. |
2. Kurzbrennweitige Fresnel-Linse: 4,7° bis 60°, stufenlos
Die neue LED haben wir mit einer kurzbrennweitigen Fresnel-Linse kombiniert. Die kurze Brennweite erlaubte es, die gesamte Baugruppe in einem kompakten Kopf unterzubringen und gleichzeitig den Verstellbereich an beiden Enden der Skala zu erweitern.
4,7° Spot statt 9°. Ein fast doppelt so enger Strahl für die Kommunikation mit dem Partner und zum Durchdringen dichter Schwebstoffe. |
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60° Flood statt 45°. Weiter für die Orientierung in großen Räumen, in der Wrackkammer und für Video. |
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Keine Stufen, keine Modi. Die Verstellung ist stufenlos — man stellt den Strahl auf die Aufgabe ein, statt aus einer Liste zu wählen. |
3. Unicase: ein Gehäuse, das der Kühlkörper ist
Beim MK1 gab die LED ihre Wärme an einen verschraubten, mehrteiligen Kühlkörper ab. Jede mechanische Verbindung ist thermischer Widerstand. Beim MKII wird der LED-Körper CNC-gefräst aus einem einzigen Block hartanodisierten Flugzeugaluminiums — eine Konstruktion, die wir Unicase nennen. Die Wärme der LED hat einen kurzen Weg ins Aluminium, und das Aluminium bleibt in direktem Kontakt mit dem Wasser. Das Gehäuse arbeitet als unmittelbarer Kühlkörper und hält den Kopf thermisch stabil.
Dazu kommt die aktive Temperaturkontrolle: ein Sensor überwacht die LED laufend. Mit steigender Temperatur wird die Lichtleistung reduziert, wenn es notwendig ist. Das schützt die LED vor Schäden und bleibt für den Taucher praktisch unmerklich.

4. Magnetkupplung statt Delrin-Drehknöpfe
Die Strahlverstellung beim MK1 erfolgte über Drehknöpfe aus Delrin-Polymer. In dicken Trockentauchhandschuhen und mit ausgekühlten Händen war das die lästigste Stelle der ganzen Lampe. Beim MKII haben wir sie durch einen Ring mit Magnetkupplung ersetzt. Die Bewegung ist über den gesamten Bereich gleichmäßig, der Widerstand auch durch den Handschuh spürbar, und im Verstellweg gibt es kein Teil, das sich mit Sand festsetzen könnte.
Dabei ist auch das Gewicht gesunken. Der Kopf wiegt 366 g an Luft statt 415 g — 11,8% weniger. Bei zwei Stunden Dekompression mit der Lampe am Goodman-Griff ist das ein Unterschied, den das Handgelenk merkt.
5. Der Mikrocontroller: Lichtstufen und der Modus „Take Me Home“
Die effizientere LED ist die erste Quelle der Energieeinsparung. Die zweite ist die Elektronik. Der Magnetschalter des MKII gibt drei Stufen — Boost, Operational und Back-up — und die Werte dieser Stufen haben wir neu gesetzt, damit die Lampe wirtschaftlicher mit Energie umgeht.
Der Mikrocontroller überwacht außerdem die Energiereserve in Echtzeit. Bei niedrigem Akkustand warnt das System zuerst mit einem Blinken und schaltet dann automatisch in den Reservemodus „Take Me Home“, der über eine Stunde zusätzliches Licht mit reduzierter Leistung für einen sicheren Aufstieg garantiert.
Brenndauern mit ACCU-Akkus
Die Leistungsaufnahme ist von 40 W auf 30 W gesunken. Zusammen mit den neu gesetzten Lichtstufen ergibt das mit denselben Akkus bis zu dreifach längere Brenndauer:
| Akku | MK1 Operational | MKII Operational | MK1 Boost | MKII Boost |
|---|---|---|---|---|
| ACCU Type 9 | 4h 00′ | 12h 00′ | 2h 25′ | 3h 00′ |
| ACCU Type 14 | 6h 05′ | 18h 30′ | 3h 40′ | 4h 40′ |
| ACCU Type 24 | 10h 05′ | 24h 00′ | 6h 05′ | 8h 30′ |
Alle Änderungen in einer Tabelle
| Parameter | Nautilus MK1 | Nautilus MKII | Fortschritt |
|---|---|---|---|
| Lichtquelle | Cree CXB COB LED | 1 × Luminus SFT-70.2 LED | Höhere Effizienz pro Watt |
| Optik | Reflektor | Kurzbrennweitige Fresnel-Linse | Größerer Verstellbereich |
| Max. Lichtstrom | 4.000 lm | Bis zu 3.200 lm | Auf Lichtstärke optimiert |
| Lichtstärke (1 m) | ≈65.000 Lux | 92.000 Lux | +41,5% in der Strahlmitte |
| Spot-Abstrahlwinkel | 9,0° | 4,7° | Fast 2× enger |
| Flood-Abstrahlwinkel | 45° | 60° | +15° breitere Abdeckung |
| Leistungsaufnahme | 40 W | 30 W | 25% Energieeinsparung |
| Kopfgewicht | 415 g | 366 g | 11,8% leichter |
| Thermische Konstruktion | Verschraubter Kühlkörper | Massiver Unicase-Block | Wassergekühlter Kühlkörper |
| Temperaturkontrolle | Kein Sensor | Aktiv, mit Sensor | Schutz der LED |
| Strahlverstellung | Delrin-Drehknöpfe | Ring mit Magnetkupplung | Mit Handschuhen bedienbar |
| Reservemodus | Keiner | „Take Me Home“, über 1 h | Reserve für den Aufstieg |
| Max. Tiefe | 150 m | 150 m | Unverändert |
Was das für den Taucher bedeutet
Das MKII leuchtet enger, wenn man dem Partner etwas zeigen oder durch Schwebstoffe sehen muss, und weiter, wenn man eine ganze Kammer erfassen will. Es tut das mit 25% geringerer Leistung, sodass derselbe Akku für einen längeren Tauchgang reicht — oder man auf ein kleineres, leichteres Paket wechseln kann. Die Verstellung lässt sich mit Handschuhen bedienen, und der Kopf ist 49 g leichter.
Der Kopf behält die Modularität des Systems: er arbeitet mit denselben ACCU-Akkus, E/O-Kabeln und Griffen wie die übrigen Primary Lights (corded) von Ammonite System. Wer bereits einen Akku für das MK1 besitzt, bekommt mit dem MKII längere Brenndauer als vorher.
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Vorverkauf läuft — zeitlich begrenztes Angebot
Das MKII behält die Kern-DNA von Ammonite: 150 m Tiefe, drei Leistungsstufen, harteloxierte Robustheit und volle Kompatibilität mit Standardkabeln und -kanistern. Auf unserer Website läuft ein zeitlich begrenzter Vorverkauf mit attraktivem Rabatt — sowohl für den einzelnen LED Nautilus MKII Kopf als auch für komplette Systeme mit ACCU-Kanistern, Kabeln und Ladegeräten. Jetzt reservieren |
Die technischen Daten beziehen sich auf das LED Nautilus MKII und das ausgelaufene LED Nautilus MK1. Brenndauern unter Laborbedingungen mit vollständig geladenem Akku gemessen.